|
20er-Jahre
Aus den 1920er Jahren stammt diese Streckenkarte, also aus der Blütezeit der Eisenbahn. Drei
staatliche Bahnverwaltungen waren in unserer Region heimisch: Die Königlich Württembergische Staatseisenbahn (K.W.St.E.),
die Königlich Bayerische Staatsbahn (K.Bay.Sts.B.) sowie die Großherzogliche Badische Staatsbahn.
Um diese Zeit war das Streckennetz so dicht wie nie. Anfang des 20.Jahrhunderts waren die Hauptachsen längst
fertig gestellt und die Stichbahnen befanden sich in ihren ersten Jahren und Jahrzehnten. Die
Bevölkerung war auf die Eisenbahn angewiesen, denn sie stellte das einzige Massentransportmittel dar,
sowohl für Personen als auch für Güter. |
|
1974
Gute 50 Jahre später ist nicht mehr viel übrig von dem einst so dichten Streckennetz.
Die meisten Stichstrecken haben mit der Stillegungswelle der 60er Jahre den
Personenverkehr verloren. Hier zeigt sich der Auto-Boom, viele Nebenbahnen wurden überflüssig.
In unserer Region wurde auf 17 Strecken der Personenverkehr eingestellt:
Schelklingen-Kleinengstingen
Laupheim-Schwendi
Senden-Weißenhorn
Kellmünz-Babenhausen
Biberach-Ochsenhausen (Schmalspur)
Bad Schussenried-Riedlingen (Schmalspur)
Altshausen-Schwackenreute
Sigmaringen-Krauchenwies
Mengen-Stockach
Ravensburg-Baienfurt (Meterspur)
Leutkirch-Isny
Memmingen-Legau
Ungerhausen-Ottobeuren
Röthenbach-Scheidegg
Röthenbach-Weiler
Friedrichshafen-Oberteuringen
Mimmenhausen-Neufrach - Frickingen
|
 |
2004
In den darauf folgenden 30 Jahren ist das regionale Streckennetz relativ stabil geblieben. Stillgelegt und abgebaut wurden:
Kempten-Isny
Meckenbeuren-Tettnang
Ab den 90er-Jahren ist aber auch eine Rückbesinnung auf die alten Verbindungen zu beobachten.
Wiedereröffnet wurden:
Laupheim/West - Laupheim/Stadt (RegionalBahn)
Warthausen-Ochsenhausen (Museumsbetrieb)
Stahringen-Stockach ("Seehäsle")
Schelklingen-Kleinengstingen (Schülerverkehr, Museumsbetrieb)
|