Mit dem Schneepflug durchs Allgäu
Chaos auf den Schienen
Schnee ist ja im Süden Deutschlands nichts Unbekanntes. Doch die Schneemassen von Anfang März 2006
waren selbst für den Bahnbetrieb im Allgäu zu viel. Zwischen Buchloe, Füssen, Memmingen und Lindau kam der
Bahnverkehr vollständig zum Erliegen, nachdem es zwei Tage lang unablässig geschneit hatte. Viel Arbeit bedeutete dies für
die Kemptener Schneepflüge, die praktisch im Dauereinsatz standen. Glück für die Fotografen: Normalerweise finden solche
Räumfahrten am frühen Morgen, noch vor Betriebsbeginn, statt.
Am Abend des 5.März war der Beilhack-Pflug 852 mit der
Räumung des Gleises Lindau-Kempten beschäftigt. Bei Röthenbach konnte
die seltene Fuhre stimmungsvoll in Szene gesetzt werden.
Am folgenden Tag stand die Strecke Mindelheim-Krumbach-Günzburg auf dem Räumplan. Selbst ältere
Eisenbahnfreunde konnten sich nicht erinnern, wann dort zum letzten Mal ein Pflug zum Einsatz unterwegs gewesen war.
Auf diesem Bild hat der Zug gerade den Bahnhof Mindelheim erreicht, und wird in Kürze mit der Räumung
des Gleises 1 (linke Bildhälfte) beginnen.
Schön, aber gefährlich: Unter der schweren Last brachen vielerorts Bäume zusammen. Dennoch
bot der verschneite Wald bei Nassenbeuren eine ansprechende Kulisse für die Räumfahrt.
Nur mit äußerster Vorsicht tastete sich das Räumpersonal über die Strecke. Vielerorts musste
der Pflug anhalten oder nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Bei Hausen zeigte sich sogar kurz die Sonne.
Räumung zwecklos - Trasse wird täglich beschneit. So könnte man beispielsweise dieses Bild betiteln. Es zeigt
den Pflug im tiefsten Schneetreiben nahe Breitenbrunn.
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