Abschied vom 627
24 Jahre in treuen Diensten
24 Jahre lang leistete 627 104 treue Dienste auf allgäuer Gleisen, ehe er im Januar
2006 als letzter seiner Art die Ära der Baureihe 627 in Deutschland beendete. Seine Artverwandten, die Tübinger
627.0 sowie die Kemptener 628.0 waren schon einige Monate zuvor aus dem Plandienst ausgeschieden.
Dem "104" dagegen blieb bei DB Regio Allgäu noch eine Gnadenfrist erspart. Doch auch er wurde
letztendlich nach Polen verkauft. Im Januar 2006 fuhr "der Kleine" seine letzten Kilometer im DB-Plandienst
auf der Außerfernbahn. Dann hieß es Abschied von einem robusten, zuverlässigen und beliebten Triebwagen,
der jedoch nie in Serie gebaut wurde.
Als Hilfstriebwagen 99987 eilte 627 104 am Dreikönigstag von Pfronten-Ried nach Vils, um dort dem 628 247
Hilfe zu leisten. Er war im dortigen Ausweichgleis im Schnee stecken geblieben.
Ein Ballonfahrertreffen bot zeitgleich eine ungewöhnliche Himmelskulisse.
Zwischen Schönbichl und Vils.
Zwischen Bodelsberg und Jodbad Sulzbrunn muss der Lokführer die Bremsen anlegen, denn es geht bergab ins Illertal.
Am frühen Abend gelang diese Aufnahme im Bahnhof Jodbad Sulzbrunn.
In unwirklicher Stimmung rollte der Vt weiter Richtung Pfronten, während die Fotografen sich auf den Heimweg machten.
Drei Tage später, am 09.01.2006, schien für 627 104 die letzte Fahrt als RB 5528 nach Kempten anzustehen. Hier
hat er vor traumhafter Alpenkulisse gerade Pfronten-Ried verlassen.
Doch es kam anders. Am nächsten Tag erforderte es der Triebwagenmangel, dass der Kleine nochmals auf die Strecke durfte.
Ein kleiner Kreis von Fotografen erfuhr rechtzeitig davon, und passte ihn am Bahnhof Wertach-Haslach ab.
Zum Schluss ein Abschiedsfoto mit viel Landschaft und kleinem Zug: Zwischen Oy-Mittelberg und Zollhaus-Petersthal tuckert
der Triebwagen gemächlich durch die wunderbare Landschaft.
Die endgültig letzte Fahrt des 627 104 im Plandienst der Deutschen Bahn fand schließlich am 18.Januar statt. Als
RB 5536 befuhr er im tiefsten Schneetreiben die Außerfernbahn von Reutte nach Kempten. Wenig später wurde er gemeinsam mit
einer 628.0-Hälfte über Ulm-Herbertingen-Donaueschingen nach Karlsruhe gebracht, von wo aus die
Triebwagen nach Polen transportiert wurden.
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