Die Außerfernbahn: Eine der schönsten Alpenstrecken

Kempten - Pfronten - Reutte - Garmisch-Partenkirchen



Eröffnung: Kempten - Pfronten-Ried: 01.12.1895
Pfronten-Ried - Reutte: 16.12.1905
Reutte - Garmisch: 29.05.1913
Streckenlänge: 94 Kilometer
Bahnhöfe: Kempten Hbf (km 0,0), St.Mang Hp (km 1,8), Durach (km 3,8), Sulzberg Hp (km 6,9), Jodbad Sulzbrunn (km 8,4), Bodelsberg Hp (km 11,9), Zollhaus-Petersthal Hp (km 13,5), Oy-Mittelberg (km 17,6), Wertach-Haslach Hp (km 19,8), Maria Rain Hp (km 21,6), Nesselwang (km 23,9), Pfronten-Weißbach Hp (km 29,2), Pfronten-Ried (km 30,6), Pfronten-Steinach (km 32,9) -Grenzübergang (km 34,3 = 0,0)- Schönbichl Hp (km 0,5), Vils (km 3,9), Ulrichsbrücke-Füssen Hp (km 6,4), Musau Hp (km 7,6), Pflach Hp (km 12,0), Reutte in Tirol (km 14,4 = 0,0), Reutte Schulzentrum Hp (km 0,5), Bad Krekelmoos (km 3,6), Heiterwang-Plansee Hp (km 8,8), Bichlbach Almkopfbahn Hp (km 11,6), Bichlbach-Berwang (km 13,1), Lähn Hp (km 16,4), Lermoos (km 20,4), Ehrwald Zugspitzbahn (km 23,3) -Grenzübergang (km 30,4 = 14,8)- Griesen (km 13,3), Untergrainau Hp (km 5,5), Garmisch-Partenkirchen (km 0,0)
Stillgelegte Betriebsstellen: Pfronten-Kappel (km 26,9)


Nur wenige Bahnstrecken ziehen die Eisenbahnfreunde so sehr in ihren Bann wie die Außerfernbahn. Mit ihrer Mischung aus sanftem allgäuer Hügelland, schroffem Hochgebirge und zwei unterschiedlichen Bahnverwaltungen sucht diese idyllische Nebenbahn vergeblich ihrergleichen. Keine andere Strecke bietet mehr Fotomotive, mehr landschaftliche Abwechslung, mehr betriebliche Vielfalt. Von Kempten, der Hauptstadt des Allgäus, steigt das Gleis steil bergan, um Orte zu erreichen, die nach Urlaub und Erholung klingen: Oy-Mittelberg, Nesselwang, Pfronten... An jeder Milchkanne pfeift der Zug, schleicht von Kurve zu Kurve und von Bedarfshalt zu Bedarfshalt. "Nächschter Halt Sulzberg. Wer aussteigen will, meldet sich bei mir", kündigt der Lokführer seinen Fahrgästen an - hier geht der Betrieb noch wesentlich ruhiger und persönlicher zu als etwa in den S-Bahnen der Großstädte. Eine weitere Besonderheit dieser Nebenbahn ist der zweimalige Grenzübertritt zwischen Deutschland und Österreich. Heute finden hier freilich keine Kontrollen mehr statt, doch die Erscheinungsbilder der Stationen wechseln unübersehbar. Der österreichische Mittelabschnitt der Außerfernbahn verfügt über keine Schienenverbindung ans restliche ÖBB-Netz. So ist es kein Wunder, dass es hier einige Besonderheiten gibt - beispielsweise die gemeinsame Verkehrsabwicklung durch ÖBB und DB oder ein gemischtes Tarifgebiet. Doch nicht nur der Blick in die bahntechnischen Details lohnt sich hier, sondern auch der Blick aus dem Fenster: Der Geist der alten Zeit begleitet die Strecke auf Schritt und Tritt: Telegrafenmasten, kleine Bahnhofsgebäude aus Holz, Zwiebeltürme, schneereiche Winter, blütenreiche Sommer - man möchte fast sagen: Erschreckend perfekt.




Einige Jahre lang war die Mittelweserbahn mit der Lieferung von Kohlestaub zum Zementwerk in Vils betraut. Eingesetzt wurden dabei ehemalige DB-Loks der Reihe 213. Hier hat V 1251 soeben Vils verlassen. Im Hintergrund ist das Zementwerk sichtbar. Im Januar 2006 verkehrten die als "ECCO-Cargo Außerfern" betitelten Züge zum letzten Mal.




Herbstliche Abendstimmung bei Pfronten: Ein Triebwagen der Baureihe 628.2 ist im letzten Licht auf dem Weg nach Kempten.




Nur an Schultagen kommen Dieselfahrzeuge auf dem elektrifizierten Abschnitt zwischen Reutte und Garmisch zum Einsatz. Ein sonniger Herbssttag und der Einzelgänger 627 104 in diesem Umlauf waren Grund genug, diese Leistungen ausgiebig zu fotografieren. Auf diesem Bild erklimmt der einteilige Triebwagen die herbstlichen Höhen des Außerferns bei Heiterwang.




Ein absolutes Muss bei jeder Tour ins Außerfern ist der grandiose Zugspitzblick bei Lermoos. Im schönsten Licht des klaren Herbsstages rollt 627 104 in Richtung Reutte.




Bei Bad Krekelmoos haben die Tiroler reichlich Brennholz für den nahenden Winter aufgeschichtet. Noch wärmt aber die Nachmittagssonne die Landschaft, in die sich der kleine Triebwagen malerisch einfügt.




Höher hinaus wird der 627 wohl niemals kommen: Bei Lähn erreicht die Strecke den Scheitelpunkt auf einer Seehöhe von rund 1100 Metern. Die österreichische Beschilderung am Bahnübergang zeigt, dass man sich auf Tiroler Terrain befindet.




Erheblich verspätet rollte der ECCO Cargo am 13.10.2005 bei Pfronten in Richtung Österreich. Wie auch die Fotografen hatten zwei Wanderer ihre Freude an der warmen Abendsonne.




Zweieinhalb Monate später lag eine dicke Schneeschicht über der allgäuer Landschaft, als sich der ECCO Cargo bei Bodelsberg nach oben kämpfte.




Ein klirrend kalter Wintermorgen erwartete die Fotografen am 14.Januar 2006 zwischen Vils und Schönbichl. Doch die eingefrorenen Nasen haben sich angesichts dieser Aufnahme wohl gelohnt.




Was für ein herrlicher Wintertag: In nahezu perfekter Fotolandschaft rollt ein Triebwagen der Baureihe 628.1 bei Schönbichl in Richtung Pfronten.




Es genügt die Brennweite leicht zu verändern, und schon ergibt sich ein ganz neues Motiv: Der selbe Zug einige Meter weiter mit Blick auf eine Burgruine.




Güterwagen aus Richtung Garmisch/Reutte brachte die 2068 012 nach Vils, und rangiert nun fleißig bei eisigen Temperaturen.




Ruhiges Bahnhofsleben in Reutte: Während der Güterzug nach Innsbruck (links im Bild) noch aufs Personal wartet, hat die 2068 schon Feierabend.




Rund ein Jahr zuvor war der Vorserientriebwagen 628 008/018 noch im Schülerverkehr von und nach Ehrwald Zugspitzbahn eingesetzt. Hier rollt er bei Breitenwang hinab ins Lechtal, um in Kürze Reutte zu erreichen.




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