"Einst fuhr ich am Ufer der Donau entlang..."

Herbertingen-Mengen-Sigmaringen-Tuttlingen



Eröffnung: (Riedlingen-)Herbertingen-Mengen: 10.10.1869
Mengen-Scheer: 27.11.1870
Scheer-Sigmaringen: 26.07.1873
Streckenlänge: 59 Kilometer
Bahnhöfe: Herbertingen, Mengen, Sigmaringendorf (Hp), Sigmaringen, Inzigkofen (Abzw.), Thiergarten, Hausen im Tal (Bbf), Beuron (Hp), Fridingen, Mühlheim (Hp), Stetten (Hp), Nendingen (Hp), Tuttlingen Nord (Hp), Tuttlingen


Durch eine der zweifellos schönsten Landschaften Deutschlands führt die Donautalbahn von Herbertingen nach Tuttlingen. Zwar verlaufen die Gleise zunächst noch wenig spektakulär über Mengen nach Sigmaringen, doch dann eröffnet sich schlagartig ein wahres Paradies für Radfahrer und Wanderer: Das Tal der oberen Donau. Wildromantische Kalkfelsen ragen schroff in die Höhe während sich unten die Donau in unzähligen Schleifen und durch blühende Wiesen ihren noch jungen Flusslauf durch die Schwäbische Alb bahnt. Fröhliche Menschen in Kanus genießen den Ausflug auf dem ruhigen Wasser, während andere die weithin sichtbaren Burgen und Schlösser bestaunen, durch die Flussauen radeln oder sich zum gemütlichen Picknick am Ufer versammeln. Fast immer parallel zur Donau, aber auch durch einige Tunnels und über zahlreiche Brücken schlängelt sich die Bahn durch das Tal. Hier, im Naturpark Obere Donau, herrscht eine Idylle, die man vielerorts vergeblich sucht. Ein entspannter Ausflug mit der Bahn dorthin bietet sich wahrhaft an - zum Beispiel im Naturparkexpress der Hohenzollerischen Landesbahn.



Im November 2005 wurden in Stahringen (Bodenseegürtelbahn) Weichen ersetzt. Der IVECO-Lkw-Zug Einsingen-Ospitaletto wurde daher über Aulendorf-Herbertingen-Sigmaringen nach Singen geführt. Auch eine Drehfahrt nach Immendingen stand auf dem Fahrplan, und der Tunnel bei Hattingen durfte wegen Lademaßüberschreitung nur mit 10 Stundenkilometern befahren werden. Bei beeindruckender Wolkenstimmung gelang diese Aufnahme in Mengen. Diese Fahrt war übrigens eine Premiere, denn bei früheren Umleitungsaktionen fuhr der Zug stets über Karlsruhe.




Einen bis dato einmaligen Sonderzug erlebte die Donautalbahn im Februar 2006. Die ER20 002 bracht einige ausgemusterte schweizerische Wagen nach Tschechien zur Aufarbeitung. In der Kurve bei Neidingen bot sich ein schöner Blick auf den Zug in voller Länge.







In der Sommersaison von Mai bis Oktober ist der beliebte "Naturpark-Express" im Oberen Donautal unterwegs. Hier passiert der aus zwei NE81-Triebwagen und einem Packwagen gebildete Zug das bekannte Schloss Werenwag unweit von Hausen im Tal und spiegelt sich dabei in der Donau.







Selten sind sie geworden: Die Rede ist von den klassischen Wendezug-Garnituren. Eigentlich auf der Donaubahn anno 2007 so gut wie verschwunden, bescherte ein 611-Ersatzumlauf der 218 nochmals einige RE-Leistungen durch das romantische Donautal. So jubelte der Fotograf, als am 17.06.07 diese Aufnahme vor dem berühmten Wasserturm von Hausen im Tal gelang.







Von einer Anhöhe oberhalb des Bahnhofs von Hausen im Tal hat man einen wunderschönen Blick über das Donautal. Klar, dass auch hier der historische Wasserturm als Motiv herhalten muss. Als RE Ulm-Neustadt rauschen zwei 611-Einheiten ohne Halt durch den beschaulichen Bahnhof.







Keine Gnade für Unkraut: 225 031 hilft einer Schwestermaschine mit Schubunterstützung, den Unkrautvernichtungszug durch das Donautal zu befördern. Der Giftcocktail wurde bereits bei der Hinfahrt versprüht, so dass die eigentümlich anmutende Fuhre mit Höchstgeschwindigkeit Tempo 80km/h durch Hausen im Tal rumpelt.







Mit einigen Minuten Verspätung (Kreuzung mit Unkrautvernichtungszug) brummt der Naturpark-Express seinem Ziel Immendingen entgegen. Nicht jedoch, ohne zuvor am klassischen Motiv "Wasserturm mit Formsignalen" in Hausen i.T. verewigt zu werden.




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