Wir über uns
Hier kannst Du mehr über die Macher dieser Seiten erfahren. Neben unserem Werdegang und einem kurzen Lebenslauf wollen wir ein paar Dinge los werden, die einfach schon lange mal gesagt werden sollten.
Die Anfänge
Die Autoren:
Bernd Hasenfratz
Felix Löffelholz
Wie alles begann...
Angefangen hat alles im Jahr 1994. Als wir die ersten Male zum nahegelegenen Bahnübergang an der Südbahn loszogen, konnte keiner von uns ahnen, welche Dimensionen unser gemeinsames Hobby einmal annehmen würde. "Züge knipsen", das war schon damals unsere Vorstellung vom Eisenbahnhobby. Mit zwei Yashica-Kleinbildkameras in der Hand verbrachten wir ganze Nachmittage am einsam gelegenen Bahnübergang zwischen Weingarten und Berg.
Unser Aktionsradius war zwangsläufig auf die nähere Umgebung beschränkt, und die meisten Touren unternahmen wir mit dem Fahrrad. Kein Wunder also, dass die meisten Fotos an unserer Hausstrecke, der Südbahn, im Bereich Aulendorf - Friedrichshafen entstanden sind.
Mit der Einführung des "Schüler-Ferien-Ticket Baden-Würtemberg" vergrößerte sich das Fotogebiet schlagartig. Auch das "Schönes-Wochenende-Ticket" war von Anfang an eine dankbare Möglichkeit, in andere Regionen vorzudringen. Für 15 DM konnte man anfangs noch das ganze Wochenende über per Bahn reisen.
Stuttgart, München, Nürnberg und Karlsruhe gehörten zu unseren ersten Zielen außerhalb der oberschwäbischen Heimat. Bahnbetriebswerke zu besuchen war uns immer wieder eine Reise wert. Im Nachhinein betrachtet sind die Ergebnisse der BW-Besuche motivlich nicht gerade umwerfend, doch konnten wir dabei viele interessante Fahrzeuge und Betriebsabläufe beobachten, die heute längst Geschichte sind. Im Laufe der Zeit verbesserten wir stetig unsere Fotoausrüstung. So wurden die Kleinbildkameras ab 1996 durch Spiegelreflex-Kameras ersetzt.
Grenzenlose Mobilität erlangten wir durch den langersehnten Führerschein in den Jahren 1998 und 2001.
Der Aktionsradius vergrösserte sich erneut. Nun war es uns endlich möglich, auch die entlegensten Fotostellen zu erreichen. Heute ist das Auto bei einer Fototour kaum mehr wegzudenken. Das soll aber nicht heißen, dass wir nicht mit der Bahn fahren würden. Im Gegenteil: Wir beide nutzen die Bahn oft und regelmäßig - beruflich wie privat.
Doch keine Regel ohne Ausnahme: Besonders im Sommer eignet sich die Eisenbahn zur Anreise für eine Fototour. Es gibt nichts entspannteres als mit der Bahn zum Ausgangspunkt zu fahren, um dann an der Strecke entlang zu wandern. Nur so entdeckt man die wunderschöne Landschaft und die vielen kleinen Details abseits der Landstraßen.
Besonders die ersten Touren ins Allgäu prägten unsere Begeisterung für schöne Landschaftsmotive. Im Lauf der Zeit entwickelte sich dann auch der Blick für Motiv und Licht. Mittlerweile haben wir uns fast ausschließlich auf Landschaftsaufnahmen spezialisiert.
Bevorzugt unterwegs sind wir im Bereich Allgäu/Ausserfern, Schwäbische Alb und in der Bodenseeregion. Dieser wunderschönen und
abwechslungsreichen Landschaft und ihren Bahnstrecken widmen wir unsere Internetseiten.
Die Autoren
Bernd Hasenfratz
geboren am 18.08.1980
Wohnort: Weingarten/Württ.
Abitur 2000 am Wirtschaftsgymnasium Ravensburg
Zivildienst bei der Caritas (Mobiler Sozialer Hilfsdienst) in Weingarten bis 9/2001
Studium an der Fachhochschule Heilbronn ab Oktober 2001 (Studiengang "Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik")
1. Praxissemester bei der DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH in Friedrichshafen
2. Praxissemester bei der Hohenzollerischen Landesbahn AG, Betriebsleitung Ringzug in Immendingen
7. Semester in Irland am "DKIT" (Dundalk Institute of Technology)
Studienschwerpunkt: Personenverkehr/Marketing.
Seit Juli 2006 als Verkehrsplaner beim Bodensee-Oberschwaben Verkehsverbund in Ravensburg tätig
Ausrüstung:
bis 1996: Yashica Kleinbildkamera
ab 1996: Minolta X-700 Spiegelreflex-Kamera mit Minolta 35-105mm und Tokina 80-200mm Zoom-Objektiv
ab 2007: Canon EOS 30D
Kontakt : berndhasenfratz(@)web.de
Felix Löffelholz
geboren am 21.02.1983
Abitur 2002 am Gymnasium Weingarten
Zivildienst bei der Caritas (Mobiler Sozialer Hilfsdienst) in Weingarten
Seit 2002 freier Mitarbeiter bei der Schwäbischen Zeitung in Ravensburg (Berichterstattung in Wort und Bild)
Seit 2003 Studium an der LMU München (Politische Wissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Französisch)
Ausrüstung: bis 1996: Yashica Kleinbildkamera
ab 1996: Spiegelreflexkamera meines Vaters
ab 1998: Canon EOS 500 mit 28-80mm und 80-210mm Zoomobjektiv
ab 2004: Canon EOS 10D (digital) mit 28-80mm und 70-300mm Zoomobjektiv
Kontakt : felix(@)suedbahn-online.de
Bernds Worte an die Welt:
Infiziert vom "Virus Eisenbahn" wurde ich in frühester Kindheit. Vater's Modellbahn und zahlreiche Ausflüge mit der Bahn waren wohl ausschlaggebend. Die Eisenbahn ist nicht nur ein Hobby für mich, es ist ein Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Ich habe mich nach dem Abitur entschlossen, auch beruflich eine Karriere in der Eisenbahn-/Verkehrsbranche anzustreben. Die Studienzeit in Heilbronn und meine beiden Praxissemester (RAB und HzL) haben mir gezeigt, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe.
Die Fotografie hat sich bei mir zu einer großen Leidenschaft entwickelt. An einem schönen Tag hält mich nichts zu Hause. Sobald ich die ersten Sonnenstrahlen des Tages fühle, entsteht ein innerer Drang, der mich immer wieder an den Schienenstrang treibt.
Ich muss sagen, dass ich mich absolut nicht zu den "Pufferküssern und Nietenzählern" zugehörig fühle. An Fahrzeugnummern und technischen Details habe ich wenig Interesse. Auch zähle ich mich nicht zu den sogenannten "Fuzzies" (neumodischer Begriff für Eisenbahnfotografen). Ein Fuzzy springt meiner Meinung nach auf Bahnhöfen und Betriebsgeländen herum und knipst völlig planlos (meist in mieser Qualität) alles, was sich auf Gleisen bewegt. Diese Zeiten habe ich hinter mir. Eisenbahnfotografie ist ein Prozess stetiger Verbesserung - und man lernt niemals aus. Meine oberste Devise lautet daher "Qualität statt Quantität".
Der allergrößte Teil meiner Aufnahmen fällt mittlerweile unter die Kategorie Landschaftsaufnahmen. Es gibt für mich nichts aufregenderes als neue Motive in der schönen Landschaft unserer Region zu suchen. Ich liebe meine schöne Heimat wirklich sehr. Was liegt also näher, Eisenbahn und Landschaft gemeinsam auf den Film zu bannen?
Ich muss zugeben, dass ich auch sehr gerne mit dem Auto auf Foto-Touren unterwegs bin. Autofahren ist eine weitere Leidenschaft meinerseits. Es gibt Strecken, die für eine Autoverfolgung einfach prädestiniert sind (z.B. die Ausserfernbahn). Auf einer solchen Tour geht es mitunter schon sehr hektisch und rasant zu. Ein schlechtes Gewissen habe ich bei der Bevorzugung des Autos in der Freizeit nicht, da ich im Alltag und Beruf sehr oft mit der Bahn unterwegs bin.
In aller Regel fotografiere ich den Plan- und Alltagsbetrieb bei der Eisenbahn. An Dampfsonderfahrten habe ich wenig bis gar kein Interesse. Am liebsten (und mittlerweile fast ausschließlich) werden Dieselloks und Dieseltriebwagen auf dem Film verewigt. Das liegt zum einen daran, dass in unserer Region fast kein Fahrdraht hängt und zum anderen, dass ich klassische Dieselstrecken und romantische Nebenbahnen den elektrifizierten (meist unfotogenen) Hauptstrecken vorziehe.
Felix' Worte an die Welt:
"Wieviele Bilder hast du eigentlich schon von den Zügen?", werde ich manchmal schmunzelnd gefragt."Von welchen?", frage ich zurück und schon ist man im Gespräch. Wer sich nicht näher mit der
Eisenbahn befasst, dem scheint die heutige Bahnwelt oftmals wie ein Einheitsbrei. Und wehmütig erinnert
sich mein Gegenüber dann an die "guten alten Dampfloks" aus der Kindheit. Damals gab es bei der
Bahn eben noch etwas zu erleben. Und heute? Was soll an der heutigen Bahn schon so interessant
sein, dass einer morgens um 5 Uhr auf Fototour geht, bepackt mit Fototasche, Kursbuch und jeder Menge
Tatendrang?
Die Begeisterung an der Eisenbahn scheint mir in die Wiege gelegt. Schon als kleiner Bursche mussten
Spaziergänge und Ausflüge mit dem Fahrrad möglichst "gleisnah" stattfinden. Und auch die
10 Minuten Wartezeit am Bahnübergang wollten immer wieder hart erkämpft sein. "Komm, weiter" - "Nein, gleich kommt ein Zug!"
Irgendwann genügte aber auch das reine "Anschauen" nicht mehr. Und so kam im Alter von elf Jahren die
erste Taschenkamera zum Einsatz. Die Ausflüge zum Gleis machten jetzt endlich mehr Sinn. Schließlich sprang dabei noch
etwas Produktives heraus. Der Grundstein war also gelegt und die Freude am Fotografieren wuchs mit jedem Mal.
Heute gehören gelungene Eisenbahnfotos zu den Dingen, die mir am meisten Freude bereiten. Und auch die Fototouren,
die zu zweit doppelt Spaß machen, möchte ich nicht missen - trotz "Fotowolken" und "unvorhergesehener Ereignisse".
Nur selten steht dabei ein bestimmter Zug oder eine bestimmte Lok-Nummer im Mittelpunkt des Interesses. Meistens ist es
die Umgebung, zum Beispiel eine schöne Landschaft oder eine stillegungsbedrohte Strecke, die eine Tour interessant macht.
Allgäu, Bodensee, Oberschwaben - unsere Gegend ist für die Eisenbahnfotografie wie geschaffen. Ebenso
abwechslungsreich präsentiert sich auch der Bahnbetrieb. Das Zusammenspiel dessen ist es, was für mich das Hobby ausmacht.
Und so kann es aussehen, wenn ich mal wieder entlang der Strecke unterwegs bin:
Foto: Tobias Reisky
Hier einige Fotos von uns (Ausserfern im Winter 2004):
Nur noch wenige Meter bis zum alles entscheidenden "Klick"...
Für eine gute Fotostelle muss man auch mal Schmerzen leiden. Besonders wenn man bei Eiseskälte einen halben Meter tief im Schnee versinkt :-)
Die entscheidende Phase: Höchste Konzentration, um im richtigen Moment auszulösen.
Schön, wenn gelegentlich unsere Freundinnen dabei sind, dann entstehen Aufnahmen auch mal aus anderen Blickwinkeln.